Was hat Wittgenstein mit Türklinken zu tun? Schauen Sie mal hier [- einfach das Popup öffnen und dann wie ein Buch blättern].
Viele Konzepte, die eine Marke mit soviel Aufwand aufbauen und dieses Konzept dann wirklich mehr als 20 Jahre konsequent, wenn auch mit Modifikationen, verfolgen, gibt es nicht, denke ich. Marketingexperten sollten schnell widersprechen, wenn dem nicht so ist. Mich hat natürlich der geisteswissenschaftliche Hintergrund affiziert. Der Kunstgriff, einen der Spitzenphilosophen des 20. Jahrhunderts für die Kampagne so sorgfältig mit einzubeziehen und eine wissenschaftliche Verbindung in dieser Form, in dieser und in vielen anderen zwischen der Denkweise dieses Philosophen und einem Alltagsprodukt herzustellen, finde ich großartig. Und das Museum of Modern Art in NY auch – dort sind nämlich einige Klassiker von FSB dauerhaft ausgestellt.
Wittgensteins Art, Dinge zu verstehen, indem man Begriffe begreift in einen gedanklichen Kontext zu stellen mit der Art und Weise, wie man die Dinge des Alltags gebraucht, also z.B. den Türgriff greift, ist gelungen. Eine Markenpositionierung mit Qualität, konsequent und vor allem so breit angelegt, dass die Türklinken mittlerweile als einsame Spitze gelten und als ästhetisches Subjekt mit Gebrauchswert.
Die Agentur, die das Markenkonzept zur Zeit umsetzt, nennt sich SCHINDLER PARENT IDENTITY und sitzt in Berlin.