Verfasst von: Nicolas Kittner | 20. Juli 2008

Sonntagsqualität

Das Thema Zeit und ihre Nutzung ist ja bereits öfter Thema dieses Blogs gewesen, gerade gestern hat Ben dazu geschrieben. Ich glaube, das ist kein Zufall, entsteht doch neben allen Forderungen nach mehr Leistung im Job parallel ein Bewusstsein für die Relevanz von freier, ungenutzter und privater Zeit. Viele große Unternehmen haben das erkannt und führen ihre Programme unter dem Schlagwort Work-Life-Balance.

Aber auch abseits von Programmen der Human Ressources Abteilungen wird deutlich, wie wichtig freie Zeit ist. Besonders in der Werbe- und Medienbranche, aber auch bei Unternehmensberatungen werden die jungen Mitarbeiter gerne mal verheizt. Dass das nicht nur für die Angestellten eine enorme Belastung darstellt, sondern auch betriebswirtschaftlich wenig Sinn macht, merken jedoch nur wenige Agenturen und Consulting-Firmen. Denn: wer sich nicht regenieren kann, wer nicht mal abschalten und Freizeit haben darf, der ist kaum in der Lage das erwartete und benötigte hohe Niveau über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten.

Es ist kein Problem, mal eine Nacht durchzumachen oder mal in Stress zu geraten. Gerade in kreativen Berufen ist das aufgrund enger Timings oft unvermeidbar und kann sogar Spaß machen. Wenn Wochenendarbeit und Feierabend ab frühestens 21 Uhr zur Regel werden, ist kaum noch ein Mitarbeiter in der Lage sich zu erholen und kreative und beraterische Höchstleistungen zu bringen.

Der Sonntag macht in diesem Kontext besonders viel Sinn, denn die Geschäfte haben zu und die allermeisten Menschen arbeiten nicht an diesem Tag. Beste Voraussetzungen also, sich zu entspannen und Energie für die anstehende Woche zu sammeln.


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