Die gestern bereits angesprochene Trinkwasserverordnung ist ein komplexes und regelmäßig novelliertes Bundesgesetz, das die Qualität des Trinkwasser anhand von chemischen und biologischen Parametern sowie einigen Indikatorparametern sichert:
„Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit [...] zu schützen.“
Die chemische Verunreinigung kann in erster Linie durch Schwermetalle und Pflanzenschutzmittlen erfolgen. Aus biologischer Perspektive wird das Trinkwasser auf Krankheitserreger überprüft, wie z.B. das Darmbakterium Escherichia coli.
Interessant für die Frage, ob ich besser ein Leitungswasser, also ein dementsprechend überprüftes und qualitätsgesichertes Trinkwasser zu mir nehmen oder ein Natürliches oder ein anderes Mineralwasser, ist die Anzahl der Mineralien. Die chemischen und biologischen Verunreinigungen werden peinlich genau überprüft – einen Trinkwasserskandal gab es hier seit dem Ende des zweiten Weltkriegs nicht mehr.
Auskunft über die mineralischen Inhaltstoffe erhält man beim zuständigen Wasserwerk. Über die Zusammensetzung der „charakteristischen Inhaltssoffe“ des Mineralwassers hingegen informieren die Mineralwasser-Konzerne auf ihren Flaschenetiketten. Eine gute Auflistung über die Qualitätsanforderungen, die die Mineral- und Tafelwasserverordnung vorsieht, gibt es bei Apollinaris (nur als Flashversion) und im „Wasserlexikon“ auf den Internetseiten von Gerolsteiner.
Fazit aus Qualitätssicht: Detallierte Kriterien für die Qualität, die für den Ottonormalverbraucher zwar erst nach einiger Recherche zu verstehen sind, aber von akkreditierten Prüfstationen gesichert werden. Für den Verbraucher bleibt das Luxusproblem der Auswahl des Besten vom Besten. Damit sind wir in einer privilegierten Situation, wenn wir uns das Wasservorkommen und die Wasserqualität in einigen Ländern der Dritten Welt anschauen.
Danke,
ein ‘Qualityblog’!
Beschäftige mich auch gerade mit Trinkwasser,
ein Fundus.
Von: djdeutschland am 22. Juli 2008
um 22:50